Adopter Monty
Kryssbrett · Hann · Voksen · 6 år
Oversettelse kommer snart.
Dieses Tier befindet sich NICHT im Tierheim Lübeck! Wir kennen das Tier nicht, alle Informationen über Verhaltensweisen, Gesundheit, etc. stammen von dem Besitzer/ der Besitzerin.Allgemeine Informationen. Name: Monty. Rasse: Französische Bulldogge. Geschlecht: RüdeGeburtsdatum: 24.01.2020Alter: 6 JahreMonty ist grundsätzlich ein ruhiger, gemütlicher und menschenbezogener Hund. Ergenießt die Nähe seiner Bezugspersonen, sucht Zuwendung und fordertStreicheleinheiten auch selbstständig ein. Er kann Vertrauen aufbauen und zeigt imnormalen Alltag viele liebevolle und unkomplizierte Seiten.Allerdings hat Monty aufgrund seiner Vorgeschichte einige Verhaltensauffälligkeitenentwickelt, die ihn in bestimmten Situationen schwer einschätzbar machen. Erziehung und bisheriges Training Monty hat als Welpe keine Hundeschule besucht, da während der Corona-Pandemie sämtliche Hundeschulen geschlossen waren. Da ich selbst zuvor keineHundeerfahrung hatte, habe ich versucht, mir mithilfe von Büchern, Ratgebern undYouTube-Videos Wissen anzueignen und ihn eigenständig zu erziehen.Grundkommandos wie „Sitz“, „Platz“, „Pfote“ und „Geh ins Körbchen“ kennt er undführt diese grundsätzlich aus. Auch auf seinen Namen reagiert er und kommt in derRegel, wenn man ihn ruft. Allerdings hat er durchaus seinen eigenen Kopf und hörtnicht immer zuverlässig.Während meiner Schwangerschaft 2024/2025 habe ich intensiv mit einerHundetrainerin zusammengearbeitet, insbesondere im Hinblick auf seinproblematisches Verhalten. Trotz der gemeinsamen Bemühungen konnten wirleider keine nachhaltige Verbesserung erreichen.Charakter und BesonderheitenMonty ist eher ein gemütlicher Hund, der gerne entspannt und seine Ruhe genießt.Er ist grundsätzlich kein Hund, der dauerhaft aufgedreht oder aggressiv ist.Eine seiner Eigenheiten ist seine ausgeprägte Abneigung gegen Regen. Beischlechtem Wetter erledigt er seine Geschäfte möglichst schnell und möchteanschließend sofort wieder ins Haus. Auch Wasser mag er normalerweise nichtbesonders, wobei es gelegentlich überraschende Situationen gibt, in denen erfreiwillig ins Wasser geht.Er sucht gerne die Nähe seiner Menschen und lässt sich in vielen Alltagssituationenproblemlos führen. Gleichzeitig braucht er einen verständnisvollen Umgang, klareGrenzen und Menschen, die seine Körpersprache aufmerksam beobachten.Vorgeschichte und mögliche Auslöser seines VerhaltensMonty wurde in seiner Vergangenheit durch meinen damaligen Partner wiederholtkörperlich misshandelt. Besonders unter Alkoholeinfluss wurde er mit Händengeschlagen, mit Füßen getreten oder bewusst provoziert.Auch Gegenstände und Gartengeräte wurden eingesetzt, um ihn zu bedrängenoder zu erschrecken. Dazu gehörten beispielsweise Besen, Harken undRasenmäher.Diese Erfahrungen könnten zu seinen heutigen Verhaltensauffälligkeitenbeigetragen haben.Insbesondere auf Hände, Füße und bestimmte Geräte reagiert Monty teilweise sehrempfindlich.Beispiele hierfür sind: Plötzliche Bewegungen von Füßen unter dem Esstisch oder auf dem Sofa. Unerwartete Handbewegungen oder Berührungen. Streicheleinheiten, bei denen sein Verhalten plötzlich umschlägt. Staubsauger, bei denen er die Bürste attackiert und hineinbeißt. Rasenmäher, bei denen er versucht, in die Reifen zu beißen. Besen, Harken und andere Gartengeräte, auf die er teilweise mit deutlichemAngriffsverhalten reagiert.Sein Verhalten ist dabei nicht immer zuverlässig vorhersehbar. Er kann zunächstvollkommen entspannt wirken und im nächsten Moment knurren, schnappen oderversuchen zuzubeißen.Es kam bereits mehrfach zu tatsächlichen Beißvorfällen. Verhalten beim TierarztTierarztbesuche gestalten sich mit Monty eher schwierig. Er ist während derUntersuchungen häufig unruhig und wehrt sich gegen bestimmte Handgriffe.Besonders empfindlich reagiert er auf Untersuchungen im Bereich des Mauls undder Pfoten. Das Öffnen und Untersuchen des Mauls ist kaum möglich.Auch das Krallenschneiden stellt eine große Herausforderung dar. Dieses lassenwir mittlerweile ausschließlich beim Tierarzt durchführen, da eine sichereDurchführung zu Hause nicht mehr möglich ist.Grundsätzlich sind tierärztliche Untersuchungen möglich, allerdings muss Montydafür häufig von mehreren Personen festgehalten werden. Gesundheit, Allergien und Fressgewohnheiten Monty hat keine bekannten Allergien, hatte bisher keine Operationen und benötigtkeine regelmäßigen Medikamente.Er frisst überwiegend Trockenfutter und hat bisher verschiedene Futtersorten gutvertragen.Gelegentlich gibt es Phasen, in denen er sein Trockenfutter verweigert. In diesenFällen bekommt er vorübergehend Nassfutter, bis er nach einiger Zeit wiederproblemlos sein gewohntes Trockenfutter annimmt.Bekannte Futtermittelunverträglichkeiten bestehen nicht.Sozialverhalten gegenüber MenschenMonty ist grundsätzlich ein freundlicher und menschenbezogener Hund, der Nähesucht und Vertrauen zu Menschen aufbauen kann.Allerdings zeigt er sowohl bei vertrauten Bezugspersonen als auch potenziell beifremden Menschen ein schwer vorhersehbares Abwehrverhalten.Wir haben nicht den Eindruck, dass sich dieses Verhalten ausschließlich gegenMänner oder Frauen richtet. Vielmehr scheinen bestimmte Bewegungen,insbesondere von Händen und Füßen, problematisch zu sein.So kann es beispielsweise vorkommen, dass Monty entspannt neben einem liegtund bei einer unerwarteten Beinbewegung plötzlich nach den Füßen schnappt.Auch beim Streicheln gab es Situationen, in denen er zunächst entspannt wirkteund die Zuwendung scheinbar genoss, bevor er plötzlich nach der Hand schnappte.Bei fremden Menschen haben wir deshalb grundsätzlich darauf geachtet, dassMonty nicht ungefragt angefasst oder gestreichelt wird.Kontakt zu Kindern vermeiden wir vollständig.Gerade kleine Kinder bewegen sich häufig schnell, unkontrolliert undunvorhersehbar. Da Monty auf solche Bewegungen reagieren kann, sehen wir hierein erhebliches Sicherheitsrisiko.Aus diesem Grund kommt für ihn ausschließlich ein kinderfreies Zuhause infrage.Sozialverhalten gegenüber anderen TierenMonty lebt gemeinsam mit unserer Hündin Ellie, ebenfalls einer FranzösischenBulldogge. Die beiden sind Halbgeschwister und kennen sich seit vielen Jahren. Grundsätzlich kommen sie miteinander zurecht, wobei sie eher nebeneinanderherleben, als eine besonders enge Bindung zu haben.Gelegentlich kommt es auch zwischen den beiden zu Auseinandersetzungen undBeißvorfällen.Gegenüber fremden Hunden zeigt Monty häufig ein deutlich ablehnendes bisaggressives Verhalten. Er reagiert teilweise mit Bellen, starkem Ziehen und demVersuch, auf andere Hunde loszugehen.Wir haben deshalb in den vergangenen Jahren nur wenige direkte Hundekontaktezugelassen.Mit anderen Tieren bestehen nur begrenzte Erfahrungen.Wir halten selbst Hühner, auf die Monty gelegentlich mit Hinlaufen und Bellenreagiert.Katzen werden draußen ebenfalls angebellt. Wir vermuten, dass er ihnen beientsprechender Gelegenheit hinterherlaufen würde.Bei Pferden zeigt er gelegentlich Aufregung und zieht an der Leine.9. Umwelt- und JagdverhaltenEin ausgeprägtes Jagdverhalten gegenüber Wildtieren konnten wir bisher nichtbeobachten.Auf bestimmte Bewegungsreize reagiert Monty jedoch deutlich.Insbesondere Radfahrer lösen bei ihm Aufregung aus. Er würde ihnen vermutlichhinterherlaufen, wenn er die Möglichkeit dazu hätte.Autos interessieren ihn dagegen kaum.Bei Pferden zieht er gelegentlich an der Leine. Mit Inlinern und vergleichbarenSituationen haben wir bisher keine ausreichenden Erfahrungen gesammelt.RessourcenverteidigungMonty zeigt ein deutliches Ressourcenverteidigungsverhalten, insbesondere beiFutter und Gegenständen, die er gefunden oder aufgenommen hat.Fällt beispielsweise etwas auf den Boden und Monty nimmt es ins Maul, ist esäußerst schwierig, ihm diesen Gegenstand wieder abzunehmen. Ein direktes Herausnehmen aus dem Maul ist aufgrund seines Abwehr- undBeißverhaltens nicht sicher möglich. Auch das freiwillige Herausgeben funktioniertin solchen Situationen häufig nicht.Sein Futter betrachtet er ebenfalls als seine Ressource. Ein Wegnehmen währenddes Fressens ist problematisch und kann Abwehrverhalten auslösen.Beim gemeinsamen Spielen mit gewöhnlichem Hundespielzeug ist sein Verhaltendagegen meist unkomplizierter. Er legt Spielzeug teilweise selbstständig ab undfordert zum gemeinsamen Spielen auf.Wie sich seine Ressourcenverteidigung gegenüber fremden Menschen oderanderen Hunden verhält, können wir nicht zuverlässig beurteilen, da entsprechendeSituationen weitgehend vermieden wurden.Bisheriger Umgang mit den VerhaltensauffälligkeitenWir haben über einen langen Zeitraum versucht, Montys Verhalten besser zuverstehen und mit ihm daran zu arbeiten.Während meiner Schwangerschaft haben wir bereits professionelle Unterstützungdurch eine Hundetrainerin in Anspruch genommen.Leider konnten wir trotz intensiver Bemühungen keine nachhaltige Verbesserungseines Schnapp- und Beißverhaltens feststellen.Im Alltag haben wir deshalb versucht, mögliche Auslöser möglichst zu vermeiden,bestimmte Situationen vorausschauend zu gestalten und Kontakte entsprechendeinzuschränken.Monty wurde bisher nicht an das Tragen eines Maulkorbs gewöhnt.Da sein Verhalten häufig über längere Zeit vollkommen unauffällig ist und dannplötzlich umschlagen kann, bleibt die Einschätzung möglicher Gefahrensituationenfür uns besonders schwierig.AbgabegrundDie Entscheidung, Monty abzugeben, ist uns unglaublich schwergefallen undkeinesfalls leichtfertig entstanden.Monty begleitet uns seit vielen Jahren und ist ein Teil unserer Familie. Wir kennenseine liebevollen Seiten, seine Eigenheiten und wissen, was für ein toller Hund ersein kann.Als ich Ende 2024 schwanger wurde, haben wir bereits begonnen, uns intensiv mitder Frage auseinanderzusetzen, wie ein Zusammenleben mit Monty und einemkleinen Kind funktionieren könnte. Während der Schwangerschaft habe ich gemeinsam mit einer Hundetrainerinversucht, an seinen Verhaltensauffälligkeiten zu arbeiten. Leider ohne den erhofftennachhaltigen Erfolg.Im August 2025 wurde unsere Tochter geboren.In der ersten Zeit ließ sich der Alltag noch vergleichsweise gut organisieren, daunsere Tochter wenig mobil war. Dennoch haben wir Monty aus Sicherheitsgründenbereits häufig räumlich getrennt.Mit zunehmender Mobilität unserer Tochter wird diese Situation jedoch immerschwieriger.Unsere Tochter beginnt mittlerweile zu laufen, bewegt sich zunehmendselbstständig und kann mögliche Gefahrensituationen natürlich noch nichteinschätzen.Aufgrund von Montys bisherigen Beißvorfällen und seiner teilweiseunvorhersehbaren Reaktion auf Bewegungen können und möchten wir das Risikoeines Vorfalls nicht eingehen.Wir möchten weder unsere Tochter einer solchen Gefahr aussetzen noch Monty ineine Situation bringen, in der es möglicherweise zu einem schwerwiegendenBeißvorfall kommt.Mittlerweile ist ein gemeinsamer Alltag praktisch nur noch durch konsequenteräumliche Trennung möglich.Über viele Monate haben wir nach Alternativen gesucht, selbstVermittlungsversuche unternommen und gehofft, eine Lösung zu finden, bei derMonty möglichst in unserem Umfeld bleiben kann.Leider ist uns dies bisher nicht gelungen.Uns ist bewusst, dass Monty besondere Anforderungen an sein zukünftigesZuhause stellt. Dennoch wünschen wir uns von Herzen, dass er die Chance aufeinen Neuanfang bekommt.Unser größter Wunsch für Monty ist ein ruhiges, kinderfreies Zuhause beihundeerfahrenen Menschen, die sich mit Verhaltensauffälligkeiten undBeißverhalten auskennen.Ein Zuhause, in dem seine Bedürfnisse ernst genommen werden, er klare undsichere Strukturen erhält und nicht dauerhaft räumlich getrennt werden muss. Wir wünschen uns Menschen, die ihm mit Geduld, Verständnis und Zuneigungbegegnen und gleichzeitig verantwortungsvoll mit seinen Verhaltensproblemenumgehen.Die Entscheidung zur Abgabe bedeutet für uns nicht, dass wir Monty nicht mehrlieben oder ihn einfach loswerden möchten.Ganz im Gegenteil.Wir möchten ihm die Möglichkeit geben, seinen weiteren Lebensweg in einemUmfeld zu verbringen, das seinen Bedürfnissen besser gerecht werden kann.Wir wünschen uns sehr, dass Monty noch viele schöne Jahre vor sich hat, in denener zur Ruhe kommen, Vertrauen erleben und ein glückliches Hundeleben führendarf.
Listet i dag






