FLAPPY adoptieren
Mischling · Männlich · Erwachsen · 4 Jahre
„Mehr als drei Jahre gewartet… Zählt mein Leben denn niemand?“ Kennen Sie Flappy. Fast fünf Jahre alt. Mittelgroß. Mischling. männlich. Und still außergewöhnlich. Flappy kam im September 2022 an. Er war etwa ein Jahr alt. Er ist fast fünf. Er ist schwarz – eine Farbe, die oft übersehen wird – und hat über drei Jahre lang ruhig in einem Käfig gewartet, während neue Hunde eintreffen, fotografiert werden, ausgewählt und weggehen. Das bedeutet, dass fast sein gesamtes erwachsenes Leben in Käfigen verbracht hat. Über drei Jahre lang dieselbe Routine. Über drei Jahre lang dieselben Betonläufe. Über drei Jahre lang die gleiche Situation, bei der Hunde eintreffen, fotografiert werden, ausgewählt werden … und weggehen. Über drei Jahre lang haben neue Nachbarn neben ihm eingezogen – ängstlich, hoffnungsvoll, laut, aufgeregt – und dann in ihre eigenen Häuser verschwunden. Und Flappy bleibt. Dieselben vier Spaziergänge pro Woche. Dieselbe Rückkehr in seinen Bereich. Dieselbe Wartezeit. In dieser Zeit hat er sich unauffällig verhalten. Nicht, weil er keine Persönlichkeit hat. Nicht, weil er nicht interessiert ist. Sondern weil das Leben über einen langen Zeitraum in einem Käfig eine leise Form von Stress erzeugt, die nie ganz abgeschaltet wird. Auf Spaziergängen sieht man es sehr deutlich. Er macht sich unsichtbar. Er reagiert nicht auf Katzen. Er beachtet andere Hunde nicht. Er nähert sich Menschen nicht. Er verlangt keine Aufmerksamkeit. Er geht einfach – stabil, neutral, kontrolliert. Das ist keine Gleichgültigkeit. Das ist chronischer, leichter Stress. Wenn Stress zur Hintergrundgeräusche des Lebens wird, werden einige Hunde laut. Andere reagieren. Flappy wurde klein. Er hält sich zurück. Er beansprucht keinen Raum. Er stört nicht. Er fragt nicht. Und weil er nicht laut signalisiert, reagieren auch andere Hunde nicht auf ihn. Keine Einladungen. Keine spielerischen Stöße. Kein „Hallo“. Er bewegt sich durch die Welt wie eine Schatten. Das bedeutet, dass er ein merkwürdig einsames Leben führt – selbst wenn er von anderen Hunden umgeben ist. Flappy hat auch Leishmaniose. Sie lässt sich mit einer täglichen Medizin gut behandeln, und er ist vollständig gesund – er hat keine leishmatische Probleme. Aber er ist nicht seine Diagnose. Und er ist nicht seine Farbe. Ja – Flappy ist schwarz. Und wie viele von Ihnen wissen, sind schwarze Hunde traditionell schwerer zu vermitteln. Oft übersehen, auch wenn sie perfekt sind. Vielleicht deshalb, obwohl alle seine wundervollen Eigenschaften, suchen die Leute vorbei an ihm nach „neuen Hunden“ – hell, auffällig, neuen Eingang, die den Blick fangen. Es ist ein Hund, der jahrelang im Käfigleben ohne Ansprüche gearbeitet hat. Unsere Tierheim war nie als langfristiger Wohnort gedacht. Es ist ein Zufluchtsort. Ein Ort, um körperlich zu genesen. Um sicher zu sein. Es war nie als langfristige Strafe gedacht. Hunde blühen in Käfigen nicht langfristig. Sie ertragen sie. Flappy hat wunderbar ertragen. Er bereitet kein Problem. Er verschmilzt in den Hintergrund. Er überlebt. Und dieses Überleben ist genau das, was ihn leicht übersehen lässt. Aber hier ist, was ich mit absoluter Sicherheit glaube: Der Tag, an dem Flappy begreift, dass er ausgesucht wurde – wirklich ausgesucht –, wird er nicht mehr unsichtbar sein müssen. Wenn ein Hund lange genug Sicherheit fühlt, entspannt sich das Nervensystem. Die Welt hört auf etwas zu managen und beginnt, etwas zu erkunden. Die Persönlichkeit entfaltet sich. Freude kehrt zurück. Verbindung wird möglich. Dieser Hund ist noch immer in ihm. Die Stillen sind oft die tiefsten. Also bitte ich Sie sanft … können Sie ihn sehen? Nicht den Hund, der nicht reagiert. Nicht den Hund, der seinen Kopf senkt. Sondern den Hund, der so lange Zeit gesehen hat, wie andere weggehen. Und wenn er Sie nur eines fragen könnte, vielleicht wäre es dies, in seiner eigenen stillen Stimme: „Wenn ich eine andere Farbe hätte … heller, auffälliger … hättest du mich bis jetzt ausgesucht?“ Und hier ist die Frage, die wir uns selbst stellen müssen: Werden wir es zulassen, dass all diese Jahre des Wartens zu einem Leben werden? Weil, wenn nichts sich verändert, wird genau das passieren. Er weiß es nicht. Warum er nicht ausgewählt wurde. Er weiß nur, dass er immer noch wartet. Flappy hat 200 Euro Unternehmenssponsoring für Reisen von einem seiner Fans, der ihm geholfen hat, eine Periode zu durchlaufen, in der er etwas Selbstvertrauen verloren hatte. Flappy hat Leishmaniose, die mit einer preiswerten Tablette täglich kontrolliert werden kann. Näherungsweise Gewicht 02/04/25: 25 kg Näherungsweise Gewicht 04/06/25: 26 kg Näherungsweise Gewicht 21/01/26: 26 kg
Original lesen (en)
“Over Three Years Waiting… Don’t I Matter to Anyone?” Meet Flappy. Nearly five years old. Medium-sized. Mixed breed. Male. And quietly extraordinary. Flappy arrived in September 2022. He was about one year old. He is nearly five. He’s black — a colour that often gets overlooked — and he has spent over three and a half years quietly waiting in a kennel while new dogs arrive, get photographed, get chosen, and leave. That means almost his entire adult life has been spent in kennels. Over three and a half years of the same routine. Over three and a half years of the same concrete runs. Over three and a half years of watching dogs arrive, get photographed, get chosen… and leave. Over three and a half years of new neighbours moving in beside him — frightened, hopeful, noisy, excited — and then disappearing into homes of their own. And Flappy stays. The same four walks a week. The same return to his space. The same waiting. During this time, he has kept a low profile. Not because he lacks personality. Not because he doesn’t care. But because living long term in a kennel creates a quiet kind of stress that never fully switches off. On walks, you see it clearly. He makes himself invisible. He doesn’t react to cats. He doesn’t acknowledge other dogs. He doesn’t approach people. He doesn’t demand attention. He simply walks — steady, neutral, contained. This isn’t indifference. It’s chronic, low-grade stress. When stress becomes the background noise of life, some dogs become loud. Some become reactive. Flappy became small. He keeps himself to himself. He doesn’t take up space. He doesn’t intrude. He doesn’t ask. And because he doesn’t signal loudly, other dogs don’t respond to him either. No invitations. No playful nudges. No “hello”. He moves through the world like a shadow. It means he lives a strangely lonely life — even when surrounded by other dogs. Flappy also has Leishmania. It is easily managed with a daily medication, and he is completely healthy — experiencing no leish-related problems. But he is not his diagnosis. And he is not his colour. Yes — Flappy is black. And as many of you know, black dogs are traditionally harder to home. Often overlooked, even when they are perfect. Perhaps that’s why, despite all his wonderful qualities, people scroll past him searching for “new dogs” — bright, flashy, new arrivals that catch the eye. He is a dog who has quietly coped with years of kennel life without demanding anything in return. Our shelter was never designed to be a long-term home. It is a refuge. A place to recover physically. To be safe. But it was never meant to be a long-term sentence. Dogs don’t thrive in kennels long term. They endure them. Flappy has endured beautifully. He causes no trouble. He blends into the background. He survives. And that survival is precisely what makes him easy to overlook. But here is what I believe with absolute certainty: The day Flappy realises he has been chosen — truly chosen — he will not need to be invisible anymore. When a dog feels safe for long enough, the nervous system softens. The world stops being something to manage and starts being something to explore. Personality unfolds. Joy creeps back in. Connection becomes possible. That dog is still inside him. The quiet ones are often the deepest ones. So let me ask you gently… can you see him? Not the dog who doesn’t react. Not the dog who keeps his head down. But the dog who has spent such a long time watching others leave. And if he could ask you just one thing, perhaps it would be this, in his own quiet voice: “If I were a different colour… brighter, flashier… would you have chosen me by now?” And here is the question we have to ask ourselves: Are we going to let all these years of waiting turn into a lifetime? Because if nothing changes, that is exactly what it becomes. He doesn’t know. why he hasn´t been chosen. He only knows he’s still waiting. Flappy has 200 euro sponsorship for travel from one of his fans who has spent time guiding him through a period where he lost a little confidence. Flappy has Leishmania which can be controlled with an inexpensive tablet daily. Approx weight 02/04/25: 25kg Approx weight 04/06/25: 26kgs Approx weight 21/01/26: 26kgs
Eingestellt vor 6 Monaten






