
About Giselle unsere Handicap
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Giselle ist abgesehen von ihren deformierten Hinterläufen ein gesunder und lebensfroher Hund. Sie liebt alle Menschen und wickelt mit ihrem Charme alle um ihre Pfoten. Egal ob Tierärzte, Physiotherapeutinnen oder Besucher; alle finden Giselle toll. Mit Artgenossen beiderlei Geschlechts kommt sie gut zurecht, solange diese ihre Grenzen akzeptieren. Auf ihrer Pflegestelle lebt sie mit 6 anderen Hunden zusammen. Auch unterwegs bei Begegnungen mit fremden Hunden zeigt sie sich entspannt und souverän. Da vermutlich Herdenschutzhund in ihr steckt, liebt sie es, sich strategisch zu positionieren um alles im Blick zu haben. Giselle ist stubenrein und auch Autofahren ist kein Problem für sie. Aufgrund ihrer Behinderung und Grösse (knapp 28 kg) wünschen wir uns für Giselle ein ebenerdiges Zuhause. Ideal wäre ein Haus in ländlicher Umgebung. Obwohl Giselle sich gerne draussen aufhält, braucht sie aber trotzdem engen Kontakt zu zuverlässigen und fürsorglichen Bindungs-partnern, um ein glückliches Leben zu führen. Damit Giselle auch längere Spaziergänge unternehmen kann, wurde sie an einen Rolli gewöhnt, den sie sehr gut angenommen hat. Auch sollten die zukünftigen Besitzer bereit sein, mit ihr regelmässig Physioübungen zu machen, um ihr ein möglichst beschwerdefreies Leben zu ermöglichen. Wichtig ist, dass ihre Muskulatur aufgebaut, respektive erhalten bleibt. Da Giselle Wasser liebt, wäre sicher Schwimmen eine gute Alternative für sie. Aktuell geht sie 2 x pro Monat zur Hydrotherapie. Wo sind die Menschen, die Giselle ein erfülltes Leben bieten können? Wir wissen, dass es wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen ist, aber wir geben die Hoffnung nicht auf. Giselle wurde im August 2023 in unserem Kastrationsprogramm in Ulcinj kastriert und anschliessend wieder an ihren angestammten Platz zurückgebracht. Doch schon wenige Monate später erhielten wir die Information von Tierschützern, dass ein Hotelier Giselle und einen weiteren Hund (Oreo) in einem Wäschegitter eingesperrt hielt und drohte, die Hundefänger kommen zu lassen. So entschlossen wir uns, die beiden Hunde zu übernehmen und brachten sie in einer Hundepension unter, wo sie versorgt und auf ihre Ausreise vorbereitet werden sollten. Da Giselle zu diesem Zeitpunkt bereits grosse Mühe mit gehen hatte liessen wir sie zwecks Abklärung in eine Tierklinik in Podgorica bringen. Die dortigen Fachärzte stellten eine starke Deformation beider Hinterbeine fest, die aber nicht von einem Umfall herrührt sondern vermutlich angeboren war oder durch Mangelernährung in der Wachstumsphase entstand. Um das genaue Ausmass der Behinderung zu erkennen wurde ein CT benötigt. Da dies in Montenegro nicht möglich war, liessen wir Giselle dafür extra nach Belgrad (Serbien) bringen. Das CT zeigte, dass sowohl der Oberschenkel- als auch der Unterschenkelknochen auf beiden Seiten verdreht war und die Kniescheiben beidseitig ausserhalb des Gelenkes lagen. Eigentlich hatten wir grosse Hoffnungen, dass wir Giselle hier in der Schweiz mittels Operation ein sorgenfreies Leben ermöglichen können. Doch leider kam es anders. Die kontaktierten Tierärzte (alles Koryphäen auf dem Gebiet der Chirurgischen Orthopädie) haben uns die Augen geöffnet und unser Traum für Giselle ist zerbrochen. Giselles deformierten Hinterbeine bräuchten mindestens 4 Operationen mit jeweils 2-monatiger Rekonvaleszenz. Sowohl Oberschenkel- als auch Unterschenkelknochen müssten gebrochen und neu gerichtet werden. Zudem müssten die Kniescheiben wieder in der ursprünglichen Stelle fixiert werden. Das heisst mind. 1 Jahr Leidensweg und das bei ungünstiger Prognose. Inzwischen wurde Giselle auch noch im Tierspital Zürich vorgestellt. Sämtlich gemachten Untersuchungen zeigen, dass sie organisch ein gesunder Hund ist und die These, dass die Deformationen ihrer Hinterbeine entweder angeboren oder durch Mangelernährung während der Wachstumsphase entstanden sind wurde bestätigt. Die entsprechenden tierärztlichen Stellungsnahmen und Röntgen-bilder stellen wir auf Wunsch gerne zur Verfügung. Wir konzentrieren uns nun deshalb darauf, Giselle mittels passender Physiotherapie zu unterstützen. Mit dem Rolli, den sie gut angenommen hat, kann Giselle nun auch längere Spaziergänge unternehmen. Doch das Ziel muss sein, für Giselle eine Endstelle zu finden, wo man ihr die notwendige Fürsorge und Liebe zukommen lässt, die sie nach ihrem Martyrium verdient hat. Aktuell befindet sich Giselle auf einer Pflegestelle im Zürcher Oberland.
Giselle unsere Handicap
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